Privat Energie Sparen. - Stromverbrauch in der EU steigt mit dem …

> In der Betriebswirtschaft gab es mal so etwas wie eine ABC-Regel. Bin
> kein BWLer, aber ungefähr ging es darum, dass man sich auf die großen
> Kostenposten konzentrieren sollte, und nicht am Kleinen rumfutscheln.
Die Konzentration auf die großen Brocken werden nicht ausreichen. Und
20 Maßnahmen, die jeweils 0,5% Energieersparnis bringen - bringen
halt auch 10% Sparpotential.
Daher gilt die Devise: Auch Kleinvieh macht Mist.
> Beim Energiesparen ist es ähnlich. Da trennt man Standby-Verbraucher
> vom Netz, die gerade mal 1-5 Watt pro Stück verbrauchen. OK, man
> sollte vielleicht darauf achten, dass Geräte im Standby wirklich
> nicht mehr schlucken (wie z.B. mein erster Sat-Receiver, der sage und
> schreibe 18 Watt im Standby verheizte). Aber die richtigen Geräte
> bringen viel mehr als das Abschalten.
Unbestritten. Allerdings müssen auch “die richtigen” Geräte angeboten
werden. Das geschiet durch die Kräfte des Marktes und der
Transparenz. Trotzdem ist der Wechsel hin zu verbrauchsärmeren
Geräten ein zäher und langwieriger Prozess - gerade bei Gefrier -
oder Klimageräten.
> Nehmen wir mal einen größeren Haushalt - z.B. meinen. Der verbraucht
> in der Woche mal geschätzte 45 kWh. Dann nehme man eins der
> handelsüblichen Energiemessgeräte, und messe damit einfach mal ein
> paar Verbrauchergruppen. Z.B. die TV/Hifi-Ecke, den
> PC/Router/Peripherie, den Kühlschrank. Jeweils für z.B. eine Woche.
> Und was kommt dabei raus? Zahlen, die man ins richtige Verhältnis
> bringen kann. Und das sieht am Ende so aus: Kühlschrank hält ca. 40%
> des gesamten Stromverbrauchs - die Heizungspumpe 30% (auch schön zu
> sehen, wenn die Verbrauchskurven im Winter von Gas und Strom
> parallelle Ausschläge zeigen). Der Anteil von Standby pro Woche ist
> gerade mal 1kWh. Ja, diese ist umsonst. Ich/wir/alle könnte sie
> sparen. Damit ginge der Energieverbrauch 2% runter.
Mein Haushalt hat innerhalb von 3 Jahren ca. 30% Strom und ca. 30%
Gas eingespart. Natürlich hatten wir einen warmen Winter, aber selbst
in den Wintern davor wurden ca. 15% Gas gespart.
Es werden nun mehr Energiesparlampen verwendet, die Heiztemperatur um
ein Grad gesenkt und generell sparsamer mit Energie umgegangen.
> Wird uns das retten? Wohl kaum. Wer sich politisch korrekt immer an
> die Steckdosenschalter begibt, aber gleichzeitig eine Tiefkühltruhe
> oder gar eine der billig gebauten Klimageräte sein eigen nennt, über
> den kann ich nur lachen.
Was ziemlich dummes Gelächter ist.
Klimaschutz funktioniert nur, wenn der Verzicht möglichst schmerzfrei
gestaltet wird. Vielfach läßt sich das problemlos erreichen, ohne auf
Komfort zu verzichten.
cu

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