Re: Standardnetzteile - Schweiz fürchtet Stromverbrauch von Set-…
Dienstag, April 15th, 2008stromverbrauchs, wenn sich endlich mal auf Standardnetzteile mit 12- und
> 5-Volt-Leitungen geeinigt wird, an die zig Geräte angeschlossen
> werden können? Also wie ein Hub im Netzwerk. Dann wäre man auch
> ENDLICH diese dämlichen Steckernetzteile los, die soviel Platz auf
> den Steckdosenleisten belegen.
Das hat wenig Sinn…
1) 5V wird zunehmend weniger gebraucht. Viele Geräte nehmen 5V im
Steckernetzteil her, weil dann 3V intern durch Längsregler erzeugt
werden.
Sprich der Wirkungsgrad im Gerät ist von vorneherein nur noch >60%
2) Kleinspannungen zu verteilen ist extrem aufwendig:
Störungen durch die Verkabelung, Spannungsabfall auf der Leitung ( ->
Dicke Kabel ).
3) Das entsprechende “Standardnetzteil” muss dann am Maximalstrom
bemessen sein. Dadurch sinkt der real erreichbare Wirkungsgrad
ebenfalls ab.
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Nachdem ich seit mehr als 20Jahre ConsumerElectronic entwickle hier
mal ein paar der Gründe für die Standby-Verbrauche:
I) Ein Schalter für Netzspannung, welcher die geltenden
Sicherheitsbestimmungen ( VDE, UL ) einnällt kostet einige bis einige
10Cent mehr als ein windiger Taster welcher nur 3 oder 5volt
vertragen muss
II) Ein Linearregler, welcher die überschüssige Leistung in Wärme
umsetzt ist einige zig Cent bis einige $(EUR) billiger als ein
Schaltregler.
III) Eine zusätzliches Netzteil zur StandBy Versorgung kostet schnell
einige $.
IV) Ein zusätzlicher Microcontroller ( welcher nur wenige Milliwatt
verbrauchen würde ) um z.B. auf die IR Fernbedienung reagieren oder
Zeitgesteuert die Restschaltung samt Videoprozessor ein- /
auszuschalten kostet zusammen mit ein paar Transistoren den ein oder
anderen $.
V) Nicht zu vergessen, die Klassiker:
Man spart sich ein paar Cent für einen nichtflüchtigen Speicher oder
eine Akku/Kondensator gespeiste Echtzeituhr und schon muss das Gerät
nur wegen der Echtzeituhr am Netz hängen…
Muss der Backofen, der Toaster, jeder Radio einem die Uhrzeit
anzeigen?
Mich als Entwickler regt es regelmässig ziemlich auf wenn der Kunde
aus Produktionskostengründen darauf drängt dass Energiesparmassnahmen
nicht realisiert werden.
Es ist technisch wirklich kein Problem mit sehr moderaten Massnahmane
Standbyverbrauche <3Watt zu realisieren .
1Watt kostet dann meist schon wirklich >1$.
Ich finde es richtig wenn der Gesetzgeber einen StandBy
Maximalverbrauch festsetzt.
Ich denke aber es dürfte reichen, eine Angabepflicht ähnlich der
aktuellen Energieeffizenzangabe bei Weissware zu fordern:
Angabe des StandBy-Verbrauchs im Jahr ( am besten multipliziert mit
einem Preis/kWh ) damit der Kunde sieht was für einen MIST er da
angeboten bekommt, wenn das 5EUR teurere Gerät im Jahr für 20EUR
weniger Strom frist!
Da würde so manch windiger Chinaimport ausbleiben.
Dann aber auch bei PC