Re: bin schon wieder von den Schweizern begeistert - Schweiz fürchtet Stromverbrauch von Set-…
Posted in Allgemein on September 26th, 2008 by admin / 29 Comments »stromverbrauchhrieb am 25. Juni 2007 20:40
> > > cassiel schrieb am 24. Juni 2007 21:28
> > > > Auch in Deutschland kann man sich für echte (direkte) Demokratie
> > > > http://demokratie.mine.nu/ einsetzen. Dann bekommen wir auch eine so
> > > > weitsichtige und vor allem demokratische Politik.
> > > Wie zum Beispiel Frauenwahlrecht und so gefährliche Dinge? Ok,
> > > immerhin haben es die Schweizerinnen nun auch geschafft, dass sie
> > > überall wählen dürfen.
> > Kennst du den Unterschied zwischen Wahl- und Stimmrecht?
> Nachdem sie das Wahlrecht nicht hatten, werden sie auch das
> Stimmrecht nicht gehabt haben.
Und was haben die Frauen in der Schweiz bekommen? Wahlrecht oder
Stimmrecht?
Und was haben die Deutschen/Österreicher? Wahlrecht oder Stimmrecht?
[…]
> > Genau darin liegt der Unterschied, dass eine eine Demokratie ist und
> > das andere nur ein müder Abklatsch davon. Und dann relativiert sich
> > auch die Zeitschiene: in Deutschland und Österreich haben bis heute
> > weder Männer noch Frauen Stimmrecht.
> Das seh ich anders.
Das ist erst einmal Fakt, dass weder Männer noch Frauen in D/AT
Stimmrecht haben.
[…]
> Gemeinschaften ging, nur heute ist die indirekte Demokratie einfach
> besser.
Die Schweiz beweist seit 150 Jahren das Gegenteil.
Und was die “indirekte” Pseudo-Demokratie angeht, da kann kann von
einem demokratischen Funktionieren überhaupt nicht die Rede sein. Für
die Staatsmafia und deren Günstlinge ist sie besser, aber nicht vom
demokratischen Standpunkt aus.
[…]
> Ein Problem der Demokratie ist der Minderheitenschutz. Wenn das nicht
> undemokratisch gelöst wurde, gibts den defakto nicht, weil über
> Minderheiten immer drübergefahren wird.
So? Wie war es dann möglich, dass in der Schweiz das Stimmrecht für
Frauen überhaupt eingeführt wurde? Darüber haben nämlich
logischerweise nur die Männer entschieden.
Demographische und demokratische Mehr- und Minderheiten sollte man
eben nicht in einen Topf schmeissen. Und wer gute Argumente für den
Schutz demographischer Minderheiten hat, der kann auch demokratische
Mehrheiten überzeugen, wenn er sich dem demokratischen Wettbewerb
stellt. So funktioniert Minderheitenschutz in der Demokratie: es
bedarf der Einwerbung demokratischer Mehrheiten dafür und nicht das
übergehen derselben.